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München - Es gibt sie also doch, die bedeutenden Pianisten, die der Markt irgendwann schlicht übersehen hat. Lange schon lebt der gebürtige Australier Michael Leslie in München, spielt mal hier, mal dort, hat ein paar CDs aufgenommen. Von einem ‚Geheimtipp‘ spricht die Biographie. Wenn so einer auf die Idee kommt, in einem einzigen Klavierabend eine der drei letzten Haydn-Sonaten, die letzte Schubert-Sonate und hintendrauf noch Beethovens Diabelli-Variationen zu spielen, dann muss er wahnsinnig sein. Oder wahnsinnig gut.
Und rasch ist klar: Michael Leslie ist keiner, der auftrumpft, gar protzt. Zwar zeigen spätestens die Diabelli-Variationen einen Pianisten, der mit Artikulationsvielfalt ins Detail geht, der auch innerhalb der Variationen noch färbt und Kontraste schafft, mit Pedalraffinessen die Akustik der Allerheiligenhofkirche überwindet. Trotzdem sind es Schlichtheit, Natürlichkeit und Abgeklärtheit, die das Spiel berührend machen.
Erscheint Haydns D-Dur-Sonate Hob. XVI:51 da fast noch etwas beiläufig, ist der erste Satz von Schuberts B-Dur-Sonate D 960 technisch noch verwackelt, so gewinnen die folgenden Sätze das nur Schubert eigene Pathos der Beiläufigkeit. Wo Leslie stets maximal zügige Tempi wählt, werden einzelne scharfe Akzente wie im Trio des Scherzos zum Ereignis. Auch bei Beethoven donnert nichts, bleiben die raschen Variationen durchsichtig, werden die drei langsamen gegen Ende zurückverwiesen an barocke Vorbilder. Subtil und intelligent geht eines aus dem anderen hervor, erscheint gerafft in organischen Einheiten. Wo kein Spätwerk menetekelt, bewahrt der riesenhafte Zyklus zuletzt das heitere Maß des kleinen Walzers von Anton Diabelli.
Zugaben? Keine. Stattdessen lieber weitere Abende des unscheinbaren Meisters Michael Leslie.
Michael Stallknecht
© Süddeutsche Zeitung GmbH, München.
Mit freundlicher Genehmigung von www.sz-content.de
Pianist Michael Leslie is unfortunately little known in this, his home town. A one-time classmate of Roger Woodward, and now based in Germany, he chose two of the piano repertoire's most magnificent challenges, Schubert's last Sonata, in B flat, D 960, and Beethoven's epic Hammerklavier Sonata, opus 106, to renew the acquaintance.
Each Sonata is the longest and, in the estimation of many, the greatest by its respective composer (including, in Beethoven's case, the estimation of the composer himself). What I found both immediately and cumulatively impressive was the clarity of musical thought combined with unself-consciously imaginative presentation and phrasing. Leslie is in some ways an undemonstrative player, wholly absorbed with the musical tasks on which he is engaged and for which his intellect and keyboard command seem so well suited.
Even with the long first movement repeat included (many pianists curtail the work and omit it), Schubert's great and expansive outpouring of song-like melody never palled.
Although the acoustic qualities of the Reception Hall are rather dry, thus circumscribing the range of colours and singing tone somewhat, Leslie's inner conception of each idea and its function in the whole was strong enough to guarantee coherence.
In the Beethoven, he forged a more forceful sound for the grand and implacable heroism of the first movement, while the slow movement, taken at a quickish pace to maintain forward movement, was both touching and architecturally sound.
In the terrifying fugue, Leslie achieved a clarity and cogency which I have rarely heard in live performance. Sydney's loss has been Germany's gain.
Bereits zum vierten Male konnte am vergangenen Samstag in der Stiftskirche ein Klavierkonzert der besonderen Art stattfinden. Der aus Sydney stammende und heute in München lebende Pianist Michael Leslie spielte einige der aufregendsten und virtuosesten Werke von Frédérik Chopin (1810-1849) und Ludwig van Beethoven (1770-1827).
Einen Schwerpunkt seines umfangreichen Repertoires bildet das Spätwerk Beethovens, das er selbst als ultimative Herausforderung betrachtet und aus dem er für das heutige Benefizkonzert die letzte Klaviersonate c-moll op. 111 ausgewählt hatte.
Michael Leslie, dessen Einspielung der Hammerklaviersonate und der Diabelli-Variationen begeisterte Reaktionen ausgelöst hat, widmet seine Konzertprogramme in diesem Jahr vorwiegend den „letzten Werken“ namhafter Komponisten, so bereits vor kurzem Schuberts letztem Liederzyklus „Schwanengesang“. Heute begann er mit Frédérik Chopins Polonaise fis-moll op 44, die kein Spätwerk ist, aber mit ihrer ausgefeilten Form sicherlich ebenfalls ein Monument der Klavierliteratur darstellt. Bereits in den ersten Takten wurde klar, was Michael Leslies Spiel so besonders macht: die beträchtliche Kraft seines Tones wirkt ungeheuer konzentriert. Seine Hände bewegen sich dabei extrem sparsam, genau auf den Punkt und mit traumhaft sicherer Technik. Dabei verzichtet er vollständig auf pianistische Showeinlagen, gestaltet auch das markanteste Forte mit geschmackvoller Klarheit und maximaler Transparenz. Mit den für das Klavier deutlich überakustischen Verhältnissen in der Stiftskirche kam er bestens zurecht und machte es den gebannt lauschenden Zuhörern leicht, sich auf diese hochromantische Musik einzulassen.
Die ausgewählten Werke sind ein Mikrokosmos der Musiksprache Chopins: die virtuos-rasante Tarantella op 43 und die folgende Berceuse op 57, gewissermaßen der musikalische Gegenpol dazu mit ihren federleichten Triolen, die der Pianist wie flaumige Pappelsamen behutsam in der Schwebe hielt. Die den ersten Teil beschließende Ballade Nr. 4 op 52 geht vermutlich zurück auf ein Gedicht des polnischen Dichters Adam Mickiewicz, welches eine durch vielerlei Turbulenzen bewegte Liebesgeschichte zwischen einem Jäger und einer Nymphe erzählt. Michael Leslie wandte sich vorab direkt ans Publikum, erklärte die inhaltliche Struktur des Werkes und stellte die Leitmotive der Ballade vor, bevor er dieses mitreißende Stück Programmmusik im Zusammenhang spielte. Seine Mimik verriet auch in den virtuosesten Passagen keine übergroße Anspannung, dennoch zeigte sein Spiel bei aller technischen Perfektion eine emotionale Spannweite, deren Zauber sich niemand entziehen konnte.
Die zweite Hälfte des Konzertes war Ludwig van Beethoven gewidmet. Nach der Pause begann Leslie zunächst mit den „Bagatellen“ Nr. 1, 4 und 6, drei musikalischen „Winzigkeiten“, die trotz ihres miniaturisierten Formates bereits die typische Vehemenz des späten Beethoven zeigen. Die eigentümlich zerrissene Motivik in Beethovens Spätwerk lässt vollständig vergessen, dass der Komponist rein von seinen Lebensdaten her noch gemeinsam mit Haydn und Mozart der Wiener Klassik angehörte. Seine zweisätzige Sonate in c-moll ist ein Unikat ihres Genres und stellt vielleicht eine Art künstlerischen Vermächtnisses dar. Der erste Satz scheint mit seinen Wechseln von hochintensiven Passagen und rezitativischen Überleitungen einen Kampf anzudeuten, der mit titanischer Entschlossenheit geführt wird aber letztlich unentschieden bleibt. Der zweite Satz ist völlig anders, fünf Variationen über ein Arietta-Thema, das eine choralähnliche Kontemplation ausstrahlt, als sei hier der Kampf zu Ende - oder unwichtig geworden. Es gehört große künstlerische Reife dazu, ein solches Dokument der Vergeistigung, diesen tiefsinnigen Abschied eines großen Komponisten, so zu interpretieren, wie das Michael Leslie hier gelungen ist. Das war eine wirklich berührende Erfahrung!
Als „Schwanengesang“ wird traditionell das letzte Werk eines Künstlers bezeichnet, so auch die Liedersammlung D 957 von Franz Schubert (1797–1828). Sie enthält 13 Lieder nach Texten von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine, die alle zwischen August und Oktober 1828 entstanden sind, wobei ein weiteres Lied nach einem Text von Johann Gabriel Seidl erst vom Verleger hinzugefügt wurde. Schubert hat möglicherweise die sieben Vertonungen nach Rellstab und die sechs Heinelieder jeweils als zusammenhängende Zyklen konzipiert, die auch jeder für sich allein stehen könnten.
Zum 2. Guttenberger Burgkonzert hatten der Bassbariton Michael Schopper und der australische Pianist Michael Leslie sich dieser grandiosen Sammlung von Schubert kühnsten und „modernsten“ Liedern angenommen. Franz Schubert war bereits damals schwer krank, arbeitete aber unermüdlich bis zu seinem Tod mit nur 31 Jahren an einer Vielzahl der unterschiedlichsten Kompositionen. Todesahnung, Abschied, Trauer und Verlust spielen eine große Rolle in diesen letzten Werken. Michael Schopper mit seinem reifen, mächtigen Bariton ist bestens geeignet, um all diesen ernsthaften, oft sogar düsteren Gedanken eine eindringliche Stimme zu geben. Obwohl er im ersten Teil des Konzertes leicht angeschlagen wirkte und nicht unbefangen aussingen konnte - Schoppers emotionale Durchdringung und sein tiefes Verständnis für Schuberts Musik ließ den heute fehlenden stimmlichen Schmelz in der Höhe verschmerzen.
Pianist Michael Leslie am historischen Schiedmeyer-Flügel von 1855 begleitete mit feinen Nuancen und geschmeidiger Grazie. Die sieben Rellstab-Vertonungen leben vom reizvollen Kontrast zwischen wehmütigen Elegien und überraschend fröhlichen Intermezzi wie „Liebesbotschaft“ oder „Frühlingssehnsucht“, die mit ihrer jugendlichen Leichtigkeit und Agilität eher aus Schuberts frühen Jahren stammen könnten. Auch hier gibt es das Abschiedsmotiv, aber es ist ein leichtherziger, zuversichtlicher Abschied, der in „Ade, du muntre, du fröhliche Stadt“ mit schwungvoller Begleitung im Klavier bereits die rhythmischen Schritte des Wanderers vorweg nimmt.
Nach der Pause wirkte Michael Schopper stimmlich wesentlich ausgeglichener als in der ersten Hälfte und ging die sechs monumentalen Heinelieder, unter denen sich so packende, dunkel schimmernde Kostbarkeiten wie „Ich unglücksel'ger Atlas“ oder „Still ist die Nacht“ (Der Doppelgänger) finden, mit geradezu eruptiver Dramatik an. In Schuberts „Schwanengesang“ sind Klavierstimme und Gesangspart weitgehend ebenbürtig gestaltet. Michael Leslie, der im ersten Teil mit geschlossenem Klavierdeckel gespielt hatte, öffnete den Flügel jetzt und verschaffte damit seinem sehr unabhängig geführten Klavierpart mehr Präsenz. Mehrfach, aber ganz besonders im „Doppelgänger“ mit seinen wie unerbittliche Glockenschläge anmutenden Klavier-Akkorden gelang es den beiden Musikern, jene Gänsehaut zu erzeugen, wie sie sich beim Anhören wirklich großer Musik einzustellen vermag.
Nach dieser düster-melancholischen Agonie, die in Trauer und Hoffnungslosigkeit kulminiert, endet der Zyklus mit einem Lied, das in seinem Ausdruck völlig anders ist. Schubert selbst hat „Die Taubenpost“ sicherlich nicht in den Heine-Zyklus integriert, sondern sie wurde vom Verleger eigenmächtig hinzugefügt, weil es sich nachweislich um Schuberts letzte Liedkomposition handelt. Hell und fröhlich, geradezu aufgeräumt klingt dieser Abschied von der Welt, wie eine überraschende Zugabe nach all den Leiden und Zweifeln des Lebens. Die Taubenpost mag wie ein Fremdkörper wirken im „Schwanengesang“, aber ein wunderschönes Lied ist sie allemal, das Schopper und Leslie mit sichtlichem Vergnügen musizierten, ebenso wie das zur Freude der Zuhörer nach einmal wiederholte „Ständchen“ mit den wohlbekannten Zeilen „Leise flehen meine Lieder durch die Nacht zu dir“.
There are no two piano works by Beethoven that demand greater respect (and in my case, ultimately, love) than his Hammerklavier Sonata, Op. 106, and the Diabelli Variations, Op. 120. They're both here in towering performances by Australian/German pianist Michael Leslie. I've been absorbed in them for several days now and can't seem to get my head completely around the wonderful discoveries I keep making in the performances of these, to me, thrice-familiar works. I've long collected recordings of them -- as do lots of piano- and Beethoven-lovers -- and have heard each of these works any number of times in recital. One can never hear them too often. (Well, actually one can, but discussion of obsessive attachment is for another day. For what it's worth, the first time I ever heard the Diabelli Variations it was Rudolf Serkin playing in Kansas City, my longtime home. I was so smitten that shortly after I bought the piano on which Serkin played them. Alas, this did not improve my own playing.)
Michael Leslie, a pianist I'd never even heard of, is a long-time resident in Germany where he'd originally gone to study at the Munich Hochschule für Musik and where he remains at the Richard Strauss Conservatory. His career has been primarily in Europe. As far as I know he has not played in the USA, our loss. This is a serious artist whose phenomenal technique is completely dedicated to the plumbing of the depths of these huge works. He is reported to have recorded the Bach's Goldberg Variations and Art of Fugue as well as Schubert's last sonatas, but I've not found sources for these yet. I will keep looking.
What is it that makes these recordings special? I've been trying to come up with something that will clarify and haven't succeeded to my satisfaction. The performances are technically pristine -- and frankly they sound like live performances to me, although I could be wrong about that. Yet, within the kind of spontaneity one can hear in live performances of this sort one can also hear the assurance, the knowledge of a first-class musical mind at work, one especially tuned into the architecture, the form of the pieces at hand. There is a formal clarity allied with telling variations in tone, phrasing, attack, voicing that enhance the, to me, overwhelming emotional impact of these two peaks of the piano literature. Of course the Hammerklavier and the Diabellis are alike in that they are extremely long and hewn from granite in a sense. But they are also different in that the Sonata is a wrenching personal epic whose individual movements limn a narrative of struggle and triumph culminating in that daunting final fugue, whereas the Diabelli Variations are a kind of journey whose initial lightheartedness and even jauntiness eventuate in the utter seriousness of the final five sections which become, of course, the heart of the matter. In a sense the Diabellis are Beethoven's Winterreise but with greater earlier emphasis on early insouciance. Somehow, and I don't know how he does it frankly, Leslie conveys all this wordlessly.
But he has also contributed to our understanding of these works by writing a longish essay for the CD's booklet complete with musical examples in score. I find his harmonic analysis particularly enlightening. For instance, he lucidly examines the role of thirds in the underpinning of the Hammerklavier. Further, there is, at the end of the second CD, the one containing the Diabellis, a brief lecture (first in English, and then auf Deutsch) with further elaboration.
Recorded sound is perhaps just a slight bit below what one can sometimes get these days, but there is nothing here that is jarring or disappointing. Recorded level is a bit high, so you may need to reduce your volume setting.
Strong recommendation.
Scott Morrison
Es gibt doch tatsächlich immer noch etwas zu entdecken, selbst bei einem Großmeister wie Beethoven. Als CD – Erstveröffentlichung ist von ihm jetzt eine Sammlung von Klaviertrio – Variationen über Volksliedkompositionen erschienen, die bisher offenbar in jeder „Gesamtaufnahme“ übersehen worden sind. Beethoven hatte zwischen 1809 und 1820 im Auftrag des schottischen Verlegers Thompson zahlreiche Volkslieder bearbeitet, zumeist britischer, aber u. A. auch deutscher, österreichischer oder irischer Herkunft. Viele davon sind auch eingespielt, zum Teil in schönen Aufnahmen. Über zehn solcher Lieder hat Beethoven, auch in Thompsons Auftrag, Variationen komponiert, die er für Violine oder Flöte mit Cello und Klavier gesetzt hat. Unter Opus 107 sind sie zusammengefasst. Und diese Stücke sind nunmehr erstmals auf CD eingespielt und von der Büchergilde Gutenberg exklusiv vorgelegt worden.
In dieser Einspielung sind die Lieder selbst enthalten und jeweils mit der dazugehörigen Variation gekoppelt. Nicht eigentlich wegen der Lieder lohnt sich diese Scheibe, um so mehr dafür wegen der Variationen! Von Liebenslust und Abschiedsschmerz, von Neckereien und Schmeicheleien handeln die Lieder. Michael Schopper singt sie etwas zu behäbig und schwer, auch ohne den nötigen Humor und das Lyrismo. Die Variationen aber werden als virtuoses Feuerwerk präsentiert, dass es nur so eine Freude ist. Beethoven hat zur relativ einfach geführten Melodiestimme einen enorm geistreichen und schwierigen Klaviersatz komponiert, der vor Energie und Lebenslust nur so sprüht. Er zerlegt das motivische Material so kunstvoll wie in den bekannten großen Variationszyklen, doch ich möchte meinen noch um Einiges temperamentvoller und ausgelassener. Jedenfalls spielt das Trio Andrea Jacobs (Violine), Thomas Ruge (Violoncello) und Michael Leslie (Klavier) schwungvoll wie auf der Dorfkirmes und seriös zugleich, als gelte es noch zu beweisen, welche Schätze hier gehoben werden. Die furiosen Finali reißen buchstäblich mit. „Schön Minka, ich muss scheiden...“ – ach hörte doch diese Variation niemals auf! Es sind allesamt Trouvaillen der Kammermusik. Reizvolle Synthesen von ursprünglicher Lebensfreude und raffinierter Kunstfertigkeit. Ein Tipp, den Sie nicht bereuen werden!
Was der in Sydney geborene und in München lebende Michael Leslie hier spielt, klingt wie zeitgenössische Klaviermusik. Das ist es auch, erinnert Earthbeats , das 12-minütige Herzstück dieses Zyklusses, doch an den späten Alexander Skriabin. Aber die Five Dialects sind etwas Besonderes, Außergewöhnliches. Sie wurden von einem ghanaischen Komponisten geschaffen, von Gyimah Labi, der in seinem Werk die Musik seiner Heimat mit den großen abendländischen Formen in Einklang bringt. Seinen Stücken liegen etwa Volksweisen der Anlo-Ewes, einer Volksgruppe von der ghanaischen Ostküste, zu Grunde sowie Liedhaftes, das Pappoe Thompson, ein Chormusik-Komponist aus Ghana geschrieben hat. Außerdem: Folk und Populärmusik aus dem westafrikanischen Land und Kirchenlieder, wie sie uns geläufig sind. Diese euroafrikanische Klaviermusik des Leslie-Freundes Labi ist in ihren Zitaten und eindringlichen melodiösen Formeln (man achte etwa auf die aufsteigende Dramatik in The Ancients Revisited ) zugänglich, geradezu eingängig, erfordert in ihrer innovativen Komplexität aber durchgängig die ganze Aufmerksamkeit des Hörers.